Wappen der Familie Sellschopp

Dokumente zu den Lebensumständen des Johann Andreas Sellschopp

Johan Adolf Sellschopp, Sohn des Adam Sellschopp aus dessen zweiter Ehe, hatte als Bediensteter am Ratzeburger Hof Zugang zu den maßgeblichen Personen, die seine Kinder fördern konnten. Sein Antrag auf ein Schülerstipendium vom 15. Januar 1686 lässt offen, für welchen seiner Söhne er das Stipendium beantragt. Zu diesem Zeitpunkt ist Hartwig Dietrich 16, Johann Andreas 14, Johann Albrecht 10 und Lorenz Hinrich 2 Jahre alt.

Vier Jahre später, am 24. Dezember 1689, bedankt sich der nun 18-jährige Johann Andreas für das Stipendium, das er drei Jahre lang genossen hat. Das legt die Vermutung nahe, dass sich der Antrag von 1686 auf Johann Andreas bezog.

Im Jahre 1704 wird Johann Andreas Pastor zu Witzin, einem kleinen Dorf (134 Einwohner im Jahre 1751) in der Nähe von Sternberg. Er heiratet die junge Witwe seines Vorgängers Falkenhagen, der im März 1703 82-jährig gestorben war. In den kommenden 15 Jahren bekommt das Paar 6 Kinder, von denen nur Georg Gabriel namentlich bekannt ist. Der Familie geht es sehr schlecht. Der Konsistorialrat Krakeviz aus Rostock verwendet sich 1719 für ihn bei Hofe. Im Juni 1720 erbittet Johann Andreas für seinen Sohn Jürgen (Georg) Gabriel ein Stipendium.

Als Johann Andreas 1724 stirbt, hinterlässt er eine Witwe mit zum Teil noch kleinen Kindern in großer Not.